Mein Hauptanliegen ist es, dass Indigo eine stressfreie Zeit erlebt, in der sie trächtig ist und während sie die Welpen großzieht. Nachweislich wirkt sich Stress (auch schon im Mutterleib) auf die Welpen aus, daher ist oberstes Gebot, dass sie eine schöne Schwangerschaft hat und sich gerade jetzt (noch mehr) betüddeln lässt und dabei entspannen kann. Ich glaube, dass sich viele Züchter zu wenig Gedanken über vorgeburtliche Prägung und Stress im Mutterleib machen. Dabei bekommen die Welpen exakt den Hormoncocktail ab, den auch die werdende Mutter hat. Übrigens ein hochspannendes Thema bei Menschen- und Hundekindern…

Vor allem in den ersten drei Wochen nach der Geburt brauchen Indigo und die Welpen dann Ruhe. Auch wenn viele Leute auf heißen Kohlen sitzen und am liebsten schon „live“ gucken möchten, erstens ist das nicht gut für die junge Familie und zweitens passiert da eh noch nicht so viel 🙂 Außerdem habt ihr ja durch diesen Blog, Telefonate und Mails immer eine gute „Standleitung“ zu uns.

Bei uns werden die Welpen im Haus geboren. Die Wurfbox wird im Wintergarten stehen, die junge Familie wird nicht ganz vom Geschehen abgeschottet, hat es aber dennoch ruhig. Indigo selbst signalisiert uns irgendwann, wann die anderen Hunde zu den Welpen dürfen und wieviel sie sich zurückziehen und bei den Zwergen sein will.

Wenn die Welpen beginnen, am Leben teilzuhaben, wird ein zweites Zimmer zugefügt, dann nach und nach die ganze Etage mit Terrasse und Zugang in den Garten. Die Welpen zeigen an, wann sie bereit für das ein oder andere Abenteuer sind.

Die Zwerge lernen hier wohldosiert alles Mögliche kennen: Die anderen Hunde, die Hühnerschar und die bei uns freilebenden Kaninchen auch. Ich denke, sie werden außerdem im Zuge der Gewöhnung ans Autofahren auch die Pferde und Ziegen einer guten Bekannten kennenlernen. Da die spannende Zeit der Aufzucht in die schönen Monate fällt, werden wir sicherlich gegen Ende auch Ausflüge ans Wasser machen.

Auch Zweibeiner sind spannend, von ganz klein bis ganz groß sollten die Welpen alles erleben. Da Zoe und Liz wahrlich nicht mehr ganz so klein sind, wird der ein oder andere Kleinkinderbesuch organisiert.

Dass entsprechend gebuddelt, geklettert und getobt wird, versteht sich von selbst. Zudem stehen weitere kleine Abenteuer an. Mehr dazu natürlich immer per Bericht hier im Blog.

Wenn die Zwerge älter sind, ist es uns wichtig, dass sie mit ihren neuen Menschen bereits kleine „Einzelzeiten“ erleben. Das macht den Wechsel in die neuen Familien deutlich einfacher. Für wen es machbar ist: Wir freuen uns über jede Hilfe bei der Aufzucht, denn je nach Wurfgröße ist das schon eine echte Herausforderung, wenn z.B. der Augencheck beim DOK-ler ansteht.

Das Thema Frühförderung ist ziemlich umstritten, weil gut gemeint nicht immer gut gemacht ist und viel nicht immer viel hilft, sondern auch in argem Stress ausarten kann, ähnlich wie bei manch überehrgeizigen Eltern, wo Kleinstkinder tagtäglich schon ein strammes Förderprogramm absolvieren müssen.

Aber es gibt Dinge, die man ganz ohne Stress „so nebenbei“ leisten kann. Dazu gehören so einfache, hilfreiche Dinge wie den „Futterruf“ (oder eine Pfeife) einzuführen (und dieses erleichtert den neuen Menschen in Sachen Rückruf später einiges) bis hin zu ersten kleinen Spielchen wie Kennenlernen und Laufen an der Leine oder auch die Einführung des kleinen Futterdummys. Alles wohldosiert und nur so, wie die Welpen sich anbieten und aktiv sind, aber das versteht sich hoffentlich von selbst. Gerne verpennt nämlich einer der Zwerge auch mal so Dinge und bekanntlich soll man schlafende Hunde nicht wecken 😉

Das Thema Futter wird auch immer wieder angesprochen. Wir sind das, was viele „Teilbarfer“ nennen. Wir machen da keinen großen Staatsakt draus, halten das wenig fanatisch und sprechen lediglich den Wunsch aus, dass es prima wäre, wenn die neuen Menschen sich sorgfältig mit dem Thema Futter auseinandersetzen und sich vielleicht zum Frischfüttern überreden lassen können. Auch dazu gerne mehr in den persönlichen Gesprächen oder zum Nachlesen im Blog im Artikel „Das Thema Futter“.

Die Welpen werden übrigens gechipt, geimpft und entwurmt abgegeben. Auch diesbezüglich geben wir gerne Empfehlungen, wie es beim neuen Besitzer weitergehen könnte. Wir sind nicht übermäßig impfkritisch, aber kritisch genug, unseren Hunden nicht jedes Jahr die volle Dröhnung verabreichen zu lassen.

Die Zwerge werden entweder „not for breed“ oder in Co-Ownerschaft abgegeben. Warum wir das so handhaben, ist ein etwas komplizierteres Thema, welches wir gerne persönlich besprechen können oder wo ihr gerne auch wieder den Artikel im Blog lesen könnt.

Übrigens: Sollte ein Hund (aus welchen Gründen auch immer) nicht in seinem Zuhause bleiben können, kommt er zu uns zurück und/oder wir helfen bei der Vermittlung. Zum Glück ist das bislang noch nie passiert und ich glaube, dass die „Rechnung“ aufgeht, sich frühzeitig Mühe zu machen und Interessenten kennenzulernen. Wir sind froh und dankbar, so tolle Menschen für die bisherigen Skylimit-Welpen gefunden zu haben. Das wünsche ich mir auch für die Zukunft. Dabei ist es nicht immer leicht, einem Menschen für einen Welpen abzusagen. Aber ich muss wirklich ein 100 %ig gutes Gefühl haben, um einen Welpen zu vergeben.

Abgabe ist frühestens nach der 8. Woche, aber es ist kein Problem, wenn Welpen länger bleiben sollen oder müssen.

Der jeweilige Welpenkäufer entscheidet selbst, ob er das ASCA Registrationspapier mit dem Welpen bekommt (und später selbst beantragt) oder ob ich mich (wie in den letzten beiden Würfen) darum kümmere und das Papier später nachliefere. Das ging bislang reibungslos und erspart dem ein oder anderen etwas Mühe und eine Kreditkarte für die Zahlung an den ASCA.

Besonders bei den „Auswärtigen“ wünschen wir uns einen lebenslangen Kontakt; die anderen bleiben uns ja hier im Umkreis erhalten. Man muss mit dem Welpenkauf uns nicht gleich „ehelichen“, aber wir haben starkes Interesse daran, wie sich die Welpen entwickeln, ob wir bei möglichen Problemen helfen können etc. So ganz im Nirvana sollte also bitte nach Übernahme eines Welpen keiner verschwinden!

Wer möchte, kommt in unser Skylimit-Forum. Das ist sehr familiär, tatsächlich aussieszeneungewöhnlich lästerfrei und dort finden sich (hoffentlich) dann später alle Nachzuchten wieder.

Für die Zukunft gilt, dass wir gerne erste Ansprechpartner sein möchten, wenn mal was nicht rund läuft oder es Fragen gibt. Wir freuen uns genauso über Berichte und Fotos, wer sich wie entwickelt, was gerade erlebt und lernt oder wer gerade wachstumsbedingt zum Schießen komisch aussieht oder wer gerade den „Wanderpokal der Verhaltensoriginalität“ am ehesten verdient hat.